IM HEISSEN GLASS STUDIO HABE ICH DEN IDEALEN ORT GEFUNDEN, UM MICH AUSZUDRÜCKEN

Entstehung

Kunst geschaffen bei 1200 Grad

Der Anblick eines Glasbläsers ist eine momentane Rückkehr in die Vergangenheit, eine intime Beziehung zwischen Atem und Feuer, ein Tanz zwischen Hitze und Glasbläser, der das geschmolzene Glas bändigen soll.

Peter Kuchler III. formt seine Unikate per Hand ohne jegliche Form, somit stellt jedes kreierte Kunstwerk ein absolutes Unikat dar. Durch das physikalische Gesetz der Hebelwirkung, verdreifacht sich ungefähr das Gewicht eines jeden Kunstwerkes während des Arbeitens auf der Glasmacherpfeife. Dies ist besonders beeindruckend, da es sich ohnehin schon um große und aufwendige Objekte handelt.  Die Anforderungen sind besonders hoch, neben Technik und körperlichem Einsatz bei 1200°C ist auch künstlerisches Verständnis und höchster Fokus unabdingbar.

Der technisch komplizierte Arbeitsprozess und die sorgfältige Anordnung der Farbschichten in der glühenden Glasschmelze stellen eine weitere Anforderung dar. Betont wird auch die allmähliche Abkühlung der Objekte, da nach 80 Stunden Abkühlzeit erst festgestellt wird, ob die Arbeit auch gelungen ist. In dem gesamten Schaffensprozess verflechten sich Kunst und handwerkliches Geschick, um die Faszination und Schönheit dieser Werke zu steigern.

Der Künstler selbst bezeichnet seine Glasabstraktionen oft als “Ewig. Einzigartig“. Einerseits steht in erster Linie die Einzigartigkeit im Vordergrund. Kuchler arbeitet im absoluten Unikat-Bereich. Kein Kunstwerk gleicht dem anderen.

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Das perfekte Kunstwerk

Dem Künstler selbst ist es besonders wichtig, dass die Besitzer eines solchen Kunstwerkes voller Stolz ihr Unikat im Wohnraum präsentieren und genießen können. Andererseits verwendet Kuchler für die charakteristischen Muster in seinen Kunstwerken Metalloxide.

Das mit Metalloxiden gefärbte Glas glüht demnach während dem Erschaffens-Prozess immer orange, ganz egal um welche Farbe es sich handelt. Für die Farben Rosa oder Rot muss in großer Menge flüssiges Gold dem durchsichtigen Glas beigemengt werden, für gelbes Glas flüssiges Silber.

Deswegen sind die Farben Rosa und Rot die teuersten Glasfarben, die Kuchler in seinen Unikaten verarbeiten kann. Die Metalloxide liegen in Kuchlers Werken als Zwischenschicht, eingeschmolzen zwischen vielen Glasschichten. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Farben seiner Skulpturen nicht mehr ausbleichen können. Auch wenn seine Werke Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden, verändern sich seine Unikate kein bisschen. In Tausenden von Jahren können demnach seine Kunstwerke bei Grabungsarbeiten mit derselben Farbbrillanz entdeckt werden.

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Peter Kuchler III. plant seine Kunstwerke bis ins kleinste Detail, so legt er auch besonderes Augenmerk auf den Titel eines jeden Werkes. Diese Titel sind einzigartig, sie klingen bizarr, aber irgendwie intuitiv vertraut. Die Titel sind Akronyme, zu jedem Unikat ausgesuchte Silben abgeleitet von dem mit Metalloxiden gefärbtem Glas, das eine weitere Ebene der absoluten Einzigartigkeit jeden Werkes darstellt. 

Die dynamischen und präzisen Muster schwingen durch das massive Glas der Kunstwerke und laden den Betrachter dazu ein, in eine faszinierende Welt einzutauchen und sich in den handschriftlichen Details zu verlieren. Kuchler hat mit seiner Lichtkunst einen Ort der Ruhe geschaffen.

Er hat der Kunst eine Atmosphäre der Unbeweglichkeit verliehen, in der sich die Betrachter zurückziehen und im Stillen ausruhen können.

Kuchler erreicht diesen Effekt meisterhaft durch die durchdachte Beleuchtung jedes Kunstwerkes – durch den Faktor Licht erscheinen die skulptural ausgearbeiteten Transparenzen, die dem Unikat ihre ganzheitliche Wirkung verleihen.

Die absolute Verwirklichung seiner künstlerischen Idee ist der Moment, in dem auf der gesamten Welt durch seine Kunst derartige Räume der „beruhigenden Überwältigung“ eingerichtet werden, minimalistische Ruhezonen, die zum Erleben visueller Kunst, dem Aufleben von Erinnerungen, zum Entspannen und zum emotionalen Austausch einladen. 

Sanftes Abkühlen

Die Kunstwerke erreichen ihren sogenannten „Gefrierpunkt bei 520 Grad. Das ist der Zustand wo das Glas seinen absolut festen Zustand erreicht. Die gefertigten Unikate werden auf einem „Cookie“ einem Glasuntersetzer verschmolzen, damit die Skulptur im Ofen stehend und ohne Druckstellen schonend abgekühlt werden kann. Die Skulpturen müssen ganz langsam und schonend von 520 Grad auf Rautemperatur herunter gekühlt werden, damit es zu keinem Schock, Spannungen und Sprüngen kommt. Die Abkühlet beträgt rund 80 Stunden.

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die Verfeinerung

Die Abgekühlten Kunstwerke werden im nächsten Schritt von den „Cookies“ mit einer speziellen Diamantsäge getrennt. Die Kunstwerke werden abschließend in mehreren Stufen geschliffen und anschließend poliert um eine perfekte Oberfläche zu erhalten. Die Kunstwerke perfekt ausgearbeiteten Kunstwerke werden im letzten Schritt mit den hochwertigen Edelstahl-Sockeln verbunden und elektrifiziert. Ein Kunstwerk benötigt in der kompletten Fertigstellung rund 2 Wochen.

hinter den kulissen